Was für ein Theater

Unsere Arbeiten entstehen aus Prozessen, die eher Labor als Fließband sind. Wir suchen nach Formen, die knistern: komisch, schief, zärtlich, manchmal auch zum Aushalten. Uns interessiert, was passiert, wenn ein Satz kippt. Wenn eine Figur aus dem Text fällt.

Ach echt. Ist das so?

Die Köpfe der Pelle.

Hannes Krug

Vorstand

Er macht und schreibt wie verrückt das Zeug, das sie spielen.

Katharina von Mammen

Vorstand

Sie spielt und hält das Zeug wie verrückt zusammen.

Robert Bogler

Technik

Er sieht und treibt das Verrückte in den Rahmen.

Was bisher geschah

2018 Der Erfolg des Wärschtlamos

Das Eröffnungsstück der Pelle, die Pelle. Eine Arbeit mit 28 Künstlerinnen im Kunstkaufhaus Hof. Ein Goethe. Eine Aussage. Nichts hält uns seitdem zurück.

2019 Die Liebe Teil 1

Ärgernisse der Liebe. Zu viel, zu wenig, es gibt keinen Sex. Kinder? Liebeslieder. Hat das Lied einen Namen? Sie wissen es. Weil: Ein Paar lebt mitten in einer Großstadt und möchte ins Theater gehen. Hat Karten, keine Kinder. Das Bücherregal spuckt Geschichten aus. Liebesszenen. Kommt das Bildungsbürgerpaar damit klar?

2020 Wer hat meinen kleinen Jungen gesehen

Klaus Heinritz. Du bist es. Danke für Deine Theaterarbeit. Dieses Stück sollte im Theater K entstehen, die Pelle hat es für Dich in Memoriam umgesetzt. Was für ein absurder Spaß!

2021 Das Nichts

Nichts mit Alice von Oz bringt Motive aus dem Jugendroman „Nichts“ von Janne Teller mit den Märchen „Alice aus dem Wunderland“ und „Der Zauberer von Oz“ zusammen. Es entwickelt sich eine existentialistische Schule der Grausamkeit.

2023 Boxy + Star

Boxy+Star ist ein Roadtrip in die Acid-Szene der 90er Jahre. Sprachlich berauscht, rasen Bole und Star über Straßen und durch Räume, um Satzzeichen aus ihren Gedanken zu scheuchen. Eine Liebesgeschichte, die worterschöpfend hochgehoben und mit Pillen zum Absturz gebracht wird. Warum Boxy+Star? Weil es die zwei wichtigsten Menschen im Leben von Bole sind.

2025 Lästerzungen

Wissen Sie, bisweilen tritt meine Person einfach an einen Wäschtlamo heran und isst ein gutes und bloß vermeintlich ordinäres Würstchen. Freilich weiß ich, dass so eine Wurst keine gesunde Nahrung darstellen kann. Man stelle sich das einmal vor: Mehl, Blutplasma, Speck, Geschmacksverstärker, Phosphate. Aber man muss den Symbolwert so einer Wurst sich rechnen lassen können. Das Wärschtla als Metapher für eine kulturelle Solidarität, wissen Sie, als billiger, massenhafter Zugang zum tierischen Eiweiß.